Opa Ferdinand Moormann

An meinen Opa Ferdinand Moormann

 

Unsere  Ahnen leben ewig weiter, in unserem Herzen und im Reiche des Wesir.

Und möge es euch nicht mageln an Essen,

Nicht mangeln an gutem Getränk,

Nicht mangeln an schöner  Beschäftigung,

Oder  mangeln an Kleidung  und Wohnstatt.

Noch möge es euch an etwas anderen mangeln.

 

Dieser Brief ist an dich adressiert Opa, ich war gerade 9 Jahre alt als du mir und meinem Bruder, Kirschen vom Baum pflücken wolltest. Wie immer wolltest du es selber machen, obwohl sich Onkel Ferdi darum bemühte es für dich zu machen.  Dann kippte die Leiter, und du warst längere Zeit im Krankenhaus. Zu der Zeit als du vom Baum gefallen bist, wollte ich mich  gerade  bei euch für mein Geburtstags geschenk bedanken. Es war ein Puppensitz fürs Fahrrad (ich hab meinen Tabaluga da rein egsetzt).  Ich weiss es war meine Schuld, denn ich hätte dich nicht die (verfluchte) Sense wegräumen lassen sollen. Und es tut mir leid dass ich damals auf Michael gehört habe als er gelogen hatte und meinte du hättest ihn geschlagen.  Es war gelogen, das hat er später zugegeben.  Ich wollte dich nicht zum weinen bringen.

Dafür schäme ich mich.

 

Ich wünsche dir alles Gute und eine schöne Zeit da wo du jetzt bist, und ich bin mir sicher,  dass all deine Kinder und Enkelkinder  (auch die dich nicht kennen) dich sehr lieb haben und dir ebenfalls alles gute Wünschen.

 

In liebe Marina